Seit einer ganzen Weile denke ich darüber nach, was ich mit Twitter anfange. Es geht mir dabei nicht um die Frage, ob es sinnhaft ist. Das nämlich kann ich ganz schnell mit einem großen JA beantworten. Ich habe seit dem 20. Januar ein Profil bei Twitter und habe es bis dato zu 51 Updates meines Twitterstatus gebacht. Der Hinweis auf diesen Beitrag wird dann wohl der 52te. Das ist nicht sonderlich viel, manche machen das in zwei bis drei Tagen. Viel wichtiger als mich zu äußern war mir bisher immer das Lesen. Es ist echt interessant darüber mitzubekommen, womit sich z.B. Robert Basic oder Dennis Morhardt so den ganzen lieben, lange Tag beschäftigen.
Viel wird ja darüber diskutiert, dass Twitter das Bloggen ablösen könnte. Bisher habe ich das aber nicht festgestellt. Bei Robert z.B. landet sehr viel von dem was er bei Twitter treibt dann tatsächlich noch in seinem Blog. Das Zwitschern hat bei ihm aber bereits Vorrang. Wenn er Ideen hatte, wie zum Beispiel das Tanzcamp, dann hat er es erst in Twitter diskutiert und dann später verbloggt. Im Blog wird es dann natürlich ausführlicher, vielleicht so aus 10 Tweets wird ein Blogbeitrag (geschätzt). Ich denke am Beispiel von Robert Basic kann man sehen, dass Twitter das Bloggen bereichert, da er, bevor er den Blogbeitrag schreibt, über die Twitterebene sich darüber mit anderen ausgetauscht hat.
Dennis Morhardt wiederum zwitschert viel, was dann nicht in einem seiner vielen Blogs landet. Da seine Blogs alle sehr Projektgebunden sind und er eigentlich kein so richtiges Logbuch seiner täglichen Interessen hat, ist das wiederum eine starke Bereicherung.
Ich sehe aber auch einen großen Nachteil am Zwitschern. Man muss viel Zeit investieren, sogar sehr viel. Ich selbst folge gerade mal 31 anderen Twitter Usern und muss sagen, dass es schon sehr viel zu Lesen gibt und ich auch manchmal schon genervt war, wenn fünf von ihnen der Meinung waren ein Fussballspiel twittern zu müssen. Sorry ich mag kein Fussball, zumindest solange nicht wie ich anderen dabei zusehen muss.
Die Frage ist nun: “Was tun?”. Fussball Nein, Backgroundinfos Ja und verpassen könnte man obendrein auch noch was. Natürlich kommt es in erster Linie auf die richtige Auswahl an. Kann man aber Fussball oder auch “Guten Morgen” und “das wars für heute” rausfiltern? Ich denke es gibt einen Weg und zwar anders herum. Ausschlaggebend sind mal wieder, wie so oft, die Feeds, in diesem Fall als Atom Feed von Twitter-Suchergebnissen.
Mein Beispiel für das Schlagwort Kultur:
http://search.twitter.com/search.atom?q=kultur&lang=de
Das Schlagwort kann man beliebig austauschen und das ganze mit dem Feedreader seiner Wahl abonieren. Hier wiederum sehr von Vorteil, es wird natürlich nicht nur im Gezwitscher der verfolgten Twitteruser gesucht, sondern bei Allen aus dem deutschen Sprachraum. Wenn da dann immernoch zu viel reinkommt, was eigentlich nicht interessant ist, kann man ja dann noch prüfen, was man mit Yahoo Pipes rausfiltern kann.


[...] läßt mich nicht los. Nachdem ich letztens zwischen dem Microbloggingdienst und mir wieder etwas mehr Luft schaffen wollte, war ich nun heute [...]
Ja, ich hab viele Blogs. Und Twitter ist auch Schuld daran, wieso ich A. kaum zum Bloggen kommen und B. wieso ich so viele Blogs habe (Viele Ideen entstehen beim Twittern und Lesen von Tweets Anderer). Es ist auch mal interessant zu sehen, was die Leute von meinem Twitter-Stream halten.
Ich habe mittlerweile diese Herangehensweise wieder um den Haufen geworfen und plane biedes, also das gezielte Durchsuchen und das direkte Kommunizieren. Leider geht es mir derzeit noch so wie dir, die Zeit für alles fehlt, wobei das bei mir zZ nicht nur an Twitter liegt, bei dir sicher auch nicht.
Nunja,
es gab mal eine Zeit da waren alle meine Blogs stark besucht und hatte sehr viele aktive Leser die auch die Beiträge regelmässig kommentierten.
Ich hatte mal eine Umfrage demnach äusserten sich viele, ebenso wie Dennis, das Twitter halt alles zusammenfasst was man braucht – es ist schade das sich dass Internet immer in einer Hinsicht gegenseitig zerstört.